Wie viele junge Menschen in der Schweiz nutzen Tabak oder Nikotin?
Eine Umfrage aus dem Jahr 2025 zeigt:
- Knapp 23 Prozent der Schweizer Bevölkerung ab 15 Jahren konsumieren mindestens einmal im Monat Tabak oder Nikotin.
- Ein Viertel der Jugendlichen, die Tabak oder Nikotin konsumieren, kombinieren mindestens zwei Produkte: E-Zigaretten und herkömmliche Zigaretten, Snus oder Nikotinbeutel.
- Wer ein Produkt ausprobiert, bleibt meistens dabei: 70 Prozent konsumieren es anschliessend regelmässig.
- Ungefähr 4 von 10 Minderjährigen beginnen mit der E-Zigarette.
Welche Produkte mit Tabak und Nikotin nutzen Jugendliche am häufigsten?
- E-Zigaretten und herkömmliche Zigaretten sind bei Jugendlichen und Minderjährigen am weitesten verbreitet.
- Dann folgen Snus, Nikotinbeutel und erhitzter Tabak sowie
- Nikotinanaloga.
Welche Gesundheitsrisiken bestehen für Jugendliche?
Die grössten Risiken für die Gesundheit sind:
- Abhängigkeit: Nikotin macht schnell abhängig. Jugendliche sind besonders gefährdet.
- Atemprobleme: E-Zigaretten und herkömmliche Zigaretten führen zu Husten, Atemnot und Asthma.
- Nikotin beeinträchtigt die Entwicklung des Gehirns. Es erschwert die Aufmerksamkeit und das Lernvermögen. Zudem erhöht Nikotin die Impulsivität.
- Wer Nikotin konsumiert, leidet häufiger unter Ängsten und Depressionen.
- Wer mit der E-Zigarette anfängt, wechselt oft zu herkömmlichen Zigaretten oder weiteren Produkten mit Nikotin.
Warum probieren Jugendliche neue Produkte aus?
Jugendliche probieren aus unterschiedlichen Gründen immer wieder neue Produkte aus:
- Neugier: Viele Jugendliche möchten etwas Neues ausprobieren.
- Freunde und Bekannte: Der Konsum beginnt oft in Gesellschaft oder um sich als Teil der Gruppe zu fühlen.
- Aromen und Geschmacksrichtungen: Süsse und fruchtige Aromen wie Obst oder Minze machen Produkte mit Tabak und Nikotin besonders verlockend.
- Falsche Risikoeinschätzung: Viele glauben, dass E-Zigaretten, Snus oder Nikotinbeutel harmlos sind.
- Stress und Druck: Manche Jugendliche nutzen Nikotin oder Tabak, um mit Stress oder Sorgen besser umzugehen.
- Soziale Medien und Werbung: Influencer und Online-Inhalte machen Produkte mit Nikotin attraktiv.
Warum wechseln Jugendliche von der E-Zigarette zur Zigarette?
Viele Jugendliche wechseln von der E-Zigarette zur Zigarette. Studien zeigen: Wer E-Zigaretten benutzt, beginnt häufig mit dem Rauchen herkömmlicher Zigaretten oder dem Konsum anderer Produkte mit Nikotin. Warum ist das so?
- Nikotin macht abhängig. Es wirkt auf das wachsende Gehirn, das sich schnell an den Stoff gewöhnt.
- Das Dampfen wird nach und nach zur Gewohnheit. Die Handbewegung zum Mund verstärkt den Konsum von Nikotin.
- Viele Jugendliche und junge Erwachsene unterschätzen die Risiken: Sie halten E-Zigaretten für ungefährlich.
- Ort und soziales Umfeld: Dampfen und Rauchen finden oft in derselben Umgebung oder mit denselben Personen statt.
- E-Zigaretten haben ansprechende Aromen und Designs.
- Die Produkte und Geräte sind leicht erhältlich, sowohl in Läden als auch im Internet. Auch für Minderjährige.
- Mit der Zeit suchen manche nach einer stärkeren Wirkung. Die Folge: Sie konsumieren weitere nikotinhaltige Produkte. Oder sie mischen Drogen darunter.
Wechseln Jugendliche von E-Zigaretten zu Zigaretten und anschliessend zu Drogen?
Nicht unbedingt. Das Risiko ist aber höher als bei Personen, die weder E-Zigaretten nutzen noch normale Zigaretten rauchen oder Nikotin konsumieren.
Achtung: Jugendliche steigen nicht zwangsläufig von E-Zigaretten auf herkömmliche Zigaretten und anschliessend auf illegale Drogen um. Jeder Mensch und jede Situation sind anders. Ob jemand Drogen missbraucht, hängt von vielen Faktoren ab.
Studien zeigen: Wer E-Zigaretten nutzt, wechselt häufiger zu herkömmlichen Zigaretten. Nikotin macht abhängig, weshalb viele Menschen den Konsum fortsetzen oder andere Produkte mit Nikotin ausprobieren.
Manche Menschen steigen von Tabak oder Nikotin auf illegale Drogen um.
Tabak, Nikotin und Rauschmittel
Viele Jugendliche rauchen oder konsumieren nicht nur Nikotin, sondern verwenden auch andere Rauschmittel. Diese kombinieren sie zudem häufig miteinander.
Laut Studien sind die Rauschmittel, die am häufigsten mit Tabak oder Nikotin kombiniert werden, folgende:
- Cannabis
- und Alkohol.
Manchmal kombinieren Jugendliche Tabak und Nikotin mit illegalen Drogen oder Medikamenten:
- Kokain, Ecstasy oder Amphetamine,
- Hustensaft, angstlösende Medikamente (Anxiolytika) oder Beruhigungsmittel (Benzodiazepine),
- LSD, halluzinogene Pilze, Heroin,
- Ketamin.
Welche Risiken gibt es bei der Kombination von Tabak, Nikotin und Drogen?
Wer Nikotin oder Tabak mit anderen Drogen kombiniert, schadet seiner Gesundheit. Die Risiken hängen von der Art und der Menge der kombinierten Stoffe ab. Im Allgemeinen entsteht durch das Mischen unterschiedlicher Stoffe:
- ein Teufelskreis: Nikotin steigert den Konsum von Drogen und umgekehrt. Sowohl die Abhängigkeit von Drogen als auch die Schwierigkeiten, mit beidem aufzuhören, sind höher.
- Das Risiko ist höher für psychische Beschwerden wie Depressionen, Ängste und psychotische Episoden.
- Das Gedächtnis und Aufmerksamkeit sind schlechter. Es fällt einem schwerer, Entscheidungen zu treffen.
- Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Probleme mit den Atemwegen und für andere Nebenwirkungen ist erhöht.
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- Infodrog ist das nationale Zentrum für Suchtfragen. Es bietet Informationen und vermittelt Beratungsstellen in deiner Nähe.
- Safezone.ch ist eine Online-Plattform für Beratung zum Thema Sucht.
- Die Suchthilfe deines Kantons oder deiner Region.
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