Was ist ein rauchfreier Arbeitsplatz?
Ein rauchfreier Arbeitsplatz bedeutet: Rauchen ist verboten in geschlossenen Innenräumen, in denen Menschen arbeiten. Dies gilt sowohl für
- Zigaretten als auch für
- E-Zigaretten und Tabak-Erhitzer.
Was gilt in der Schweiz?
Seit 2010 gibt es ein Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen. Es bestimmt, dass das Rauchen verboten ist:
- in allen geschlossenen, öffentlich zugänglichen Räumen
- an geschlossenen Arbeitsplätzen, die sich mehrere Personen teilen. Dazu gehören beispielsweise Büros, Besprechungsräume oder die Kantine.
Das Gesetz verpflichtet alle Arbeitgeber, ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Passivrauch zu schützen. Dazu gehören:
- schwangere Arbeitnehmerinnen,
- stillende Arbeitnehmerinnen,
- besonders gefährdete Personen.
Was gilt im Kanton?
Das Gesetz von 2010 erlaubt den Kantonen, strengere Vorschriften zum Schutz der Gesundheit am Arbeitsplatz zu erlassen. Sie tun das, wenn sie es für wichtig und notwendig halten.
Daher unterscheiden sich die Vorschriften zum Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz in jedem Kanton. Das betrifft auch die Häufigkeit der Kontrollen und die Höhe der Bussen.
Interessierst du dich für dieses Thema? Frag bei den kantonalen Behörden nach den aktuellen Vorschriften.
Was tun die Firmen?
Alle Firmen müssen das Bundesgesetz und die kantonalen Regeln gegen Passivrauchen einhalten.
Viele Firmen verbieten das Rauchen in geschlossenen Räumen. Sie treffen auch zusätzliche Massnahmen:
- Sie verbieten das Rauchen auf dem gesamten Firmengelände.
- Sie schaffen Räume oder Bereiche, in denen man rauchen darf.
- Sie unterstützen die Mitarbeitenden beim Rauchstopp.
Was passiert, wenn ich mich nicht an das Verbot halte?
Wer in geschlossenen Räumen am Arbeitsplatz raucht, bezahlt eine Busse von bis zu 1'000 Franken.
Der Bund gibt den Kantonen vor, regelmässig Kontrollen durchzuführen und Verstösse zu büssen. Wie oft kontrolliert wird und wie hoch die Bussen sind, legt jeder Kanton selbst fest.
Gibt es Ausnahmen für Firmen?
Ja, es gibt Ausnahmen. Firmen dürfen Räume und Bereiche zum Rauchen einrichten. Firmen können Räume und Bereiche zum Rauchen einrichten. Dafür müssen sie folgende Regeln beachten:
- Der Raum dient nur zum Rauchen.
- Der Raum ist räumlich getrennt von Bereichen, in denen nicht geraucht wird.
- Der Raum hat eine gute Lüftung.
- Im Raum arbeitet niemand.
Mitarbeitende in Restaurants dürfen nur im Raucherbereich arbeiten, wenn sie dies schriftlich in ihrem Arbeitsvertrag akzeptieren.
In der Schweiz ist das Rauchen in einigen kleinen Restaurants erlaubt. Folgende Bedingungen gelten dafür:
- Das Restaurant misst höchstens 80 Quadratmeter.
- Die Belüftung erfüllt bestimmte Anforderungen.
- Ein gut sichtbares Schild weist darauf hin, dass Rauchen erlaubt ist.
Warum ist ein rauchfreier Arbeitsplatz wichtig?
Ein rauchfreier Arbeitsplatz:
- schützt vor Krankheiten. Dazu gehören Krebs, Erkrankungen des Herz-Kreislaufs oder der Atemwege.
- bietet weniger Gelegenheiten zum Rauchen.
- verringert das Rückfallrisiko.
- hilft Menschen, die mit Rauchen aufhören wollen.
- verringert krankheitsbedingte Abwesenheiten.
- senkt die Gefahr von Arbeitsunfällen: Die Menschen sind weniger abgelenkt und die Augen weniger gereizt.
- schont die Umwelt.
Unterstützt deine Firma die Mitarbeitenden beim Rauchstopp? Dann erhöhen sich deine Chancen, mit dem Rauchen erfolgreich aufzuhören.
stopsmoking ist für dich da!
Möchtest du mit Rauchen oder dem Konsum von Nikotin aufhören? Das Beratungsangebot stopsmoking unterstützt dich auf deinem Weg. Das Angebot ist gratis und anonym.
Quellen
American Cancer Society Cancer Action Network. (2024). Smoke‑free policies improve workers’ health: The effect of smoke‑free policies on workers’ health — The need for smoke‑free laws (fact sheet, updated 7.09.24). https://www.fightcancer.org/sites/default/files/smoke_free_policies_improve_worker_health_final_fact_sheet_7.09.24.pdf
Baker, C. L., Flores, N. M., Zou, K. H., Bruno, M., & Harrison, V. J. (2017). Benefits of quitting smoking on work productivity and activity impairment in the United States, the European Union and China. International Journal of Clinical Practice, 71(1), e12900. https://doi.org/10.1111/ijcp.12900
Confederazione Svizzera. (2008). Legge federale del 3 ottobre 2008 concernente la protezione contro il fumo passivo (RS 818.31). https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2009/766/it
Confederazione Svizzera. (2009). Ordinanza del 28 ottobre 2009 concernente la protezione contro il fumo passivo (RS 818.311). https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2009/767/it
Fichtenberg, C. M., & Glantz, S. A. (2002). Effect of smoke-free workplaces on smoking behaviour: systematic review. BMJ, 325(7357), 188. https://doi.org/10.1136/bmj.325.7357.188
